Die Post war in den „Corona Wochen“ für viele die letzte Verbindung

Post-CEO Georg Pölzl erklärt, wie die Post trotz Corona-Bedingungen 3,5 Millionen Haushalte und Unternehmen in ganz Österreich mit Briefen und Packerln versorgt hat. Und, was sein persönliches Learning aus der Krise ist.

ÖBAG-Redaktion: Herr Generaldirektor Pölzl, die Corona-Krise ist noch nicht überstanden. Die Post zählt zur kritischen Infrastruktur und jeden Tag werden – Pandemie hin oder her – zigtausende Briefe und Pakete ausgeliefert. Im Rückblick: Was waren bisher die größten Herausforderungen für Ihr Unternehmen?

Georg Pölzl: Ganz klar die Aufrechterhaltung unseres Postnetzes unter Corona-Bedingungen. Wir haben, mit wenigen Ausnahmen, unsere 1.800 Filialen und Post Partner offen gehalten und Tag für Tag Briefe, Werbesendungen, Zeitungen und Pakete in zirka 3,5 Millionen Haushalte und Unternehmen gebracht. Die Post war in den „Corona Wochen“ in vielen Haushalten die letzte physische Verbindung.

ÖBAG-Redaktion: Es ist August und auch in der Wiener Post Zentrale sind aufgrund der COVID19-Pandemie immer noch nicht alle Arbeitsplätze besetzt. Wie hat sich die Kommunikation mit ihrem Team in den letzten Wochen und Monaten verändert?

Georg Pölzl: Wie andere Unternehmen mussten auch wir die persönliche Kommunikation sehr stark durch eine digitale Kommunikation und virtuelle Meetings ersetzen. 

ÖBAG-Redaktion: Wird sich ihrer Ansicht nach die Arbeitskultur nachhaltig verändern?

Georg Pölzl: Ich glaube schon, dass die Anzahl der physischen Meetings und auch Dienstreisen in Zukunft weniger sein werden.

ÖBAG-Redaktion: Was sind Ihre persönlichen Learnings aus der Krise?

Georg Pölzl: Nur zwei Worte dazu: Homeoffice funktioniert!

Zur Person: Der 1957 geborene Georg Pölzl studierte und promovierte an der Montanuniversität Leoben. Seine berufliche Laufbahn startete er als Unternehmensberater bei McKinsey & Co. Danach wechselte er in den Vorstand des Maschinen- und Anlagenbauers Binder & Co AG. Insgesamt neun Jahre lang leitete Georg Pölzl anschließend T-Mobile Austria in Wien. Es folgte sein Wechsel nach Deutschland, wo er als Sonderbeauftragter des Vorstandes der Deutschen Telekom für die Umsetzung des erfolgreichen Restrukturierungsprogramms verantwortlich war. Vor seiner Bestellung als Generaldirektor der Österreichischen Post 2009 war Georg Pölzl Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland. Im Herbst 2015 verfasste er mit seinem Kollegen Carsten Wallmann und dem Unternehmensberater Elmar Simma das Buch „Erfolgreiche Unternehmensführung: 111 Konzepte, die Sie kennen sollten“.

Die Österreichische Post ist der führende Logistik- und Postdienstleister in Österreich. Neben der Beförderung von Briefen, Werbesendungen, Printmedien, Päckchen, Paketen und Expresssendungen bietet die Österreichische Post diverse Logistiklösungen sowie innovative Online-Services an. Hochwertige Produkte in den Bereichen Bank- und Telekommunikation runden das Angebot ab. Mehr Informationen zum Beteiligungsunternehmen

Post-Chef Georg Pölzl über die Corona-Krise und seine Learnings daraus
Für viele Haushalte war die Post während des "Lockdowns" die letzte Verbindung
Die Post beliefert rund 3,5 Millionen Haushalte und Unternehmen in ganz Österreich
Österreichische Beteiligungs AG