Kronen Zeitung

Ob als ÖIAG, ÖBIB oder auch ÖBAG: Rund um die Staatsholding, mit der die Republik ihre Unternehmensbeteiligungen verwaltet, gab es viele Überlegungen. Neo- ÖBAG-Vorstand Thomas Schmid denkt an Zukäufe und kündigt ein aktives Beteiligungsmanagement für Post, OMV und co an.

Geredet wurde über eine strategische Neuausrichtung der österreichischen Staatsholding schon lange. Ideen gab es viele, selbst als die Gruppe noch als ÖIAG firmierte. Nun will es der neue Vorstand der Österreichischen Beteiligungs AG, Thomas Schmidt, mit einem aktiven Beteiligungsmanagement wissen: Und dabei spielt nicht nur ein erstmals definiertes, fixes Wertsteigerungsziel eine Rolle, damit Post & co entsprechend Dividende dem Staat abliefern.

Schmid geht einen Schritt weiter: Er kann sich auch Zukäufe in Schlüsselindustrien vorstellen: Wenn es notwendig sei, ist ein Einstieg der Staatsholding in strategische wichtige österreichische Unternehmen möglich. Also beispielsweise, wenn Nachfolgeprobleme oder auch ein Eigentümer wechsel vor der Tür stehen. Aber: Sanierungs- und Restrukturierungsfälle anzunehmen, ist nicht geplant.

Neupositionierung für den Standort

Der Grund für die jetzige Neupositionierung: „Wir haben die positive Entwicklung des Standorts Österreich im Fokus und handeln nach den Regeln des Kapitalmarktes“, so der Vorstand, der als Vorbild für die ÖBAG – die erst im Jänner aus der ÖBIB entstand – den finnischen Staatsfonds Solidium sieht.