Oberösterreichische Nachrichten

ÖBAG-Vorstand Thomas Schmid hat gestern, Freitag, die künftige Strategie der österreichischen Staatsholding präsentiert, die im Jänner aus der ÖBIB entstanden ist: Nun wird die ÖBAG zum aktiven Beteiligungsmanagement hin neu ausgerichtet.

Insgesamt hält die ÖBAG elf Beteiligungen. Beispiele sind Post, Casinos, OMV, A1, Bundesimmobiliengesellschaft und Verbund. „Die ÖBAG ist die zeitgerechte Antwort auf die Anforderungen des derzeitigen Wirtschaftslebens“, sagte Schmid bei der Wirtschaftskonferenz „Salzburg Summit“.

Der ÖBAG gehe es um eine Standortstärkung, eine Stärkung der österreichischen Hauptquartiere der Beteiligungsunternehmen und des Forschungs- und Entwicklungsstandortes Österreich über den Kapitalmarkt, so Schmid. Der Fokus liege auf den Beteiligungsunternehmen, Zukäufe seien aber nicht ausgeschlossen.

Zu einem Vorbild für die ÖBAG sei der finnische Staatsfonds Solidium geworden. Auch von einem norwegischen Fonds habe man sich inspirieren lassen. Schmid kündigte auch an, strategisch wichtige Unternehmen zu definieren, bei denen die ÖBAG eine Minderheitsbeteiligung anstrebe, falls sich auf Eigentümerebene etwas ändere. Die Konzentration liege auf Schlüsselindustrien, Einkaufstouren seien nicht geplant.

Bruttowertschöpfung in Milliardenhöhe

Die ÖBAG hat 2018 mit ihrem Portfolio rund vier Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Höhere Studien über den ökonomischen Fußabdruck der ÖBAG hervor. Die ÖBAG-Firmen lösten 2018 eine Bruttowertschöpfung von rund 13,7 Milliarden Euro aus. Der gesamte Portfoliowert beträgt 22,4 Milliarden Euro. Der anteilige Unternehmenswert liegt bei 31,9 Milliarden Euro.